Anbauart

Bei der Bepflanzung wird grundsätzlich zwischen drei Anbaumethoden unterschieden:

  • Traditionell: 7 bis 20 m Abstand mit einer Dichte von 30 bis 200 Bäumen pro Hektar.
  • Intensiv: 6 bis 8 m Abstand zwischen der Reihen und 3 bis 4 m zwischen den Bäumen mit Dichten von 250 bis 600 Bäumen pro Hektar. Der Anbau entspricht der traditionellen Anbauweise von Olivenplantagen.
  • Superintensiv: 3 bis 4 m zwischen den Reihen und 0,9 bis 1,5 m zwischen den Pflanzen, um eine Dichte von 1.655 bis 2.990 Bäumen pro Hektar zu erreichen und maschinelle Ernte zu ermöglichen.

Unsere Olivenhaine werden nach der intensiven Art der Bepflanzung bewirtschaftet. Mit den kroatischen Sorten ist eine maximale Bepflanzung von 400 Olivenbäumen je Hektar möglich.

Bodenvorbereitung

Damit die Olivenbäume eingepflanzt werden können, muss der Karstboden aufgelockert werden. Die Bodenvorbereitung gestaltet sich je nach nach Art des Bewuchses und Vorkommen grösserer Steine (> 60 cm im Durchmesser) einfacher oder schwieriger.

Zuerst wird der vorhandene Bewuchs unter Zuhilfenahme einer Laderaupe entfernt, abtransportiert und später verhäckselt. Das Gelände wird eingeebnet. Danach erfolgt die Zertrümmerung grösserer Steine unter Zuhilfenahme eines Meiselbaggers.

Im dritten Arbeitsgang wird des Gelände mit einer Fräse bearbeitet, die bis in eine Tiefe von 400 mm in den Boden eindringt und die vorhandenen Steine bis zu einer Maximalgrösse von 50 mm zerkleinert (z.B. mit der FAE Fräse, siehe Bild). Danach wird der Boden in der Regel noch je nach zeitlichem Abstand bis zur Pflanzung noch bis zu zwei mal aufgelockert und ist dann für die Anpflanzung bereit.

Anpflanzung

Im Frühjahr 2010 bepflanzen wir die ersten Öko-Flächen. In der Regel kann die Anpflanzung von Frühjahr bis Herbst erfolgen, solange die Bewässerungsanlage gleich mit installiert wird. Die Pflanzen sollten jedoch zwei bis drei Monate vor dem stürmischen Winter einen Halt im Boden gefunden haben.

Die Pflanzen werden zusätzlich mit einem Bambusstab stabilisert, der neben ihnen in den Boden eingesetzt wird. In einem weiteren Arbeitsgang werden die Pflanzen mit einem speziellen elastischen Band an nur einer Stelle mit einem Achter-Knoten gebunden. Schließlich wird in exponierten Lagen auch noch eine Plastikschutzhülle angebracht, welche zusätzlich gegen kalte Winde oder Kleintierbisse schützt.

Die Anpflanzung erfolgt mit eine Pflanzmaschine wie von Wagner. Die Tagesleistung liegt wegen des größeren Pflanzabstandes bei ca. 1.500 bis 2.000 Pflanzen pro Tag.

Die benötigten Setzlinge/Pflanzen werden bei nationalen Baumschulen eingekauft. Die Errichtung einer eigenen Baumschule oder Kooperation mit national vorhandenen Baumschulen ist angedacht.

Bei der intensiven Anbauart (bis zu 400 Pfl./ha) werden Pflanzen, die bis zu 2,5 Jahre alt und zwischen 1,20 und 1,40 m hoch sind, gepflanzt.

Bewässerung

Kroatien gehört zu den wasserreichsten Ländern Europas. Von den Gebirgen im Hinterland laufen Wasserläufe oft ungenutzt ins Meer. Umweltschutz und sorgfältiger Umgang mit der natürlichen Ressource Wasser gehört zu unserer Unternehmenspolitik. Mit einer Tropfenbewässerungsanlage ist dies möglich. Die Vorteile liegen auf der Hand:

  • Enorme Wassereinsparungen
  • Schont die Bodenstruktur
  • Verringerte Umweltbelastung
  • Steigerung von Ertrag und Qualität
  • Schutz vor Trockenschäden
  • Platzierte Wassergabe und Nährstoffversorgung
  • Dünger kann mit eingespeist werden
  • Weniger Düngerauswaschung
  • Minimierung der Krankheiten
  • Keine Windabhängigkeit der Bewässerung
  • Zeiteinsparung durch optimale Automatisierbarkeit
  • Verminderter Unkrautwuchs
  • Funktioniert auch mit Wassertank statt Brunnen
  • Nur ein geringer Wasserdruck erforderlich
  • Leichte Handhabung (Reinigung, Überwintern …)
  • Keine Störung der Pflanzenschutzmaßnahmen, Pflegearbeiten und Erntearbeiten

Aus den bisherigen Erkenntnissen sollten auf den designierten Olivenflächen ausreichende Wasserressourcen vorhanden sein. Es stellt sich nur die Frage, wie tief gebohrt werden muss. An einigen Stellen plant die kroatische Regierung auch kleine Auffangbecken (Stauseen) speziell für die Landwirtschaft.