In Kroatien gibt es insgesamt ca. 3,2 Mio. Hektar Agrarflächen. Davon befinden sich ca. ca 1,2 Mio. Hektar in Staatseigentum. Von den staatlichen Flächen sind jedoch lediglich ca. 400.000 Hektar landwirtschaftlich nutzbar. In Mitteldalmatien (Zadar bis Sibenik) sind ca. 80.000 Hektar vorhanden, die auch für den Anbau von großflächigen Olivenhainen geeignet sind. Die Standortauswahl ist eine der wichtigsten Entscheidungen für den Erfolg des Olivenanbaus.
Unsere Experten haben in zahlreichen Kalkulationen und Wirtschaftlichkeitsanalysen festgestellt, dass die Einzelflächen in Summe mindestens 83 Hektar groß sein sollten. Einzelparzellen sollten jedoch nicht kleiner als 15 Hektar sein und in einem Umkreis von max. 750 m liegen (Umkreisfläche: ca. 176 Hektar).
Jeder Standort, der in die Endauswahl kommt, wird auf Mikroebene analysiert. Klimatische Bedingungen, Bodenbeschaffenheit und chemische Analysen des Bodens sowie der Wasservorkommen zur Bewässerung.
Unsere Anbaugebiete befinden sich zum einen in der Nähe der Krka-Wasserfälle. Es handelt sich dabei um ein Wassereinzugsgebiet. Deshalb darf dort nur biologischer Anbau betrieben werden. Weitere Anbaugebiete befinden sich im Hinterland von Zadar.
Klima
Das Anbaugebiet sollte im Bereich des mediterranen Klimas liegen:
- Zwischen dem 25. und 40. Breitengrad (Nord- oder Süd)
- Ideal: milde und regenreiche Winter, heiße und trockene Sommer, Winterperiode ca. 2 Monate
- Durchschnittstemperatur zwischen 1,5° C and 10° C für die Entwicklung der Blütenknospen
- Sonnenbestrahlung: 2.400 bis 2.700 Stunden pro Jahr
- Niederschlagsmengen: 400 bis 700 mm pro Jahr
- Relative Luftfeuchtigkeit: 45 bis 65 Prozent
- Ideale Umgebungstemperatur für die Photosynthese (15 bis 30°C), das Keimen der Knospe (9 bis 10°C), das Knospenwachstum (14 bis 16°C), die Blüte und die Bestäubung (18 bis 19°C)
und die Ausbildung der Frucht (21 bis 22°C) - Frost über mehrere Tage im Bereich von -7°C kann zu schweren Schäden der Pflanze führen.
Gebiete mit Temperaturen unter -4 bis -5°C sollten vermieden werden - Die Meereshöhe sollte im Norden Kroatiens nicht mehr als 400 bis 500 m betragen,
im Süden gibt es Anbaugebiete bis zu einer Höhe von 800 m. - Vermeidung von Talsohlen (Frostgefahr)
- Flächen mit Kaltwindströmungen bzw. mit zu starken Winden während der Blütezeit
über 30 Meter pro Sekunde sind zu meiden
Böden
- Fruchbtar, tief (bis zu 1,5 m), mit guter Entwässerung und Durchlüftung
- Lehm-, sand-, schlickhaltig, versandete Texturen, max 70% Felsen
- Bodendichte: 1,1 bis 1,4 Mg/m³
- Moderate Topographie: 1 bis 10º
- Optimaler pH-Wert: 5,0 bis 7,5
- Verfügbare Wasserhaltekapazität: 150 mm/m Bodentiefe
- Grundwasserspiegel: unter 5 m
- Kritischer Bodenversalzungsgehalt (ECe): unter 4,5 dS/m (darüber sinkt der Ertrag)
- Zu vermeiden: Böden mit Staunässe, alkalische und salzhaltige Böden
- Hoher Kalkgehalt ideal (Terra-Rossa-Böden)
- Humusanteil idealerweise ab 25 Prozent
- Idealerweise nur leichter Buschbewuchs oder gar kein Bewuchs

