Bewirtschaftung

Bei der Bewirtschaftung setzen wir auf die langjährige Erfahrung von nationalen und internationalen Olivenexperten. Die Anwendung der besten Managementpraktiken (BMP) basiert auf langjährigen Erfahrungswerten und Untersuchungen. Sie werden unter bestimmten agro-ökologischen Gesichtspunkten angewandt und differieren von Anbauart zu Anbaurat. Die BMP’s können sich im Laufe der Zeit verändern, sollten fundierte zusätzliche Untersuchungsergebnisse vorliegen. Nachfolgend seien ein paar der wichtigsten Gesichtspunkte in der Bewirtschaftung von Olivenhainen genannt:

Wurzelkontrolle

  • Die Wurzelkontrolle ist äußert wichtig für die erfolgreiche Olivenproduktion da diese im gegenseitigen Wettbewerb um Licht, Wasser und Nährstoffe stehen.
  • Integriertes Wurzelkontrollprogramm welches bereichsübergreifende Bewirtschaftung, organisches Streu, Gewebestreu und chemische Unkrautbekämpfungsmaßnahmen beinhaltet.
  • Es gibt präventive und nachträgliche Unkrautbekämpfungsmaßnahmen

Wasserbedarf und Bewässerungsplan

  • Geschätzter Wasserbedarf als Produkt der täglichen Fruchtreferenzverdunstung nach der Penman-Monteith-Methode und dem Fruchtkoeffizienten für einen gegeben Tag, gemäß dem Fruchtentwicklungsstadium
  • Saisonaler Pflanzenwasserbedarf: Intensiv 350 bis 600 mm/ha/Jahr und traditionell 600 bis 800 mm/ha/Jahr mit Tröpfchenbewässerung
  • Spitzenwasserbedarf je Pflanze: 2 bis 3 mm/Tag

Düngung

  • Anwendung von Stalldünger abhängig von Zielernte
  • Blatt-Nährstoffanalyse
  • Ergebnisse des Düngeexperimentes
  • Blatt Mangelerscheinungen
  • Nährstoffaufnahme
  • Boden-Nährstoffanalyse
  • Nährstoff-Recycling.

Baumschnitt & Formung

  • Der Baumschnitt betrifft eine Reihe von Tätigkeiten, die der Regulierung des Wachstums dienen, die Kroneneffizienz verbessern und den Fruchtertrag steuern.
  • Die Schnittmethode hängt von der Farmgröße, Bodentopographie, Verfügbarkeit von Arbeitskräften, Erntemethoden, Baumabstand und Sorten ab.
  • Es gibt verschiedene Formen wie Vase, Kugel, Busch, etc. Kleinere Familienbetriebe schneiden noch oft per Hand, während in großflächigen Olivenfarmen der mechanische Schnitt kosteneffizienter ist.

Schädlinge und Krankheiten

Obwohl der Olivenbaum äußerst robust ist, sollte man sich das ganze Jahr um ihn kümmern. Er wird es einem durch eine große Olivenausbeute danken. Zur Pflege gehört unter anderem das Umpflügen und Auflockern der Erde im Olivenhain. Zum einen macht die Arbeit die Erde wasserdurchlässiger, zum anderen unterstützt das unterpflügen der Gräser das Leben von Kleinorganismen, die die abgestorbenen Pflanzenteile zu Humus weiterverarbeiten.

Einer der größten natürlichen Feinde des Olivenbaumes ist die Olivenfliege. Ihre Larven überwintern in ca. 3 cm Tiefe im Boden, durch Umpflügen im Winter sterben diese ab. Die Olivenfliege missbraucht die Olive als Brutstätte indem Sie Ihre Eier in der noch grünen Olive ablegt. Aus dem Ei schlüpft ein Wurm, der sich innerhalb von zehn Tagen zu einer ansehnlichen Made heranfrisst und in der Olive einen Fresstunnel voll mit eigenen Exkrementen zurücklässt. Dies beeinträchtigt die Qualität des künftigen Olivenöls, da in den Fressgängen bereits oxidative und enzymatische Veränderungen wirken. Fallen die Oliven mit den sich verpuppenden Insekten zu Boden, überwintern diese dort oder es schlüpft im ungünstigsten Fall bereits nach weiteren zehn Tagen eine neue Fliegengeneration aus den Larven. Gegen die Olivenfliege hilft im Ökoanbau das Aufstellen von Pheromonfallen. Wichtig sind Routinegänge durch den Olivenhain um Schädlinge und Krankheiten frühzeitig zu erkennen und mit ökologisch zeitgerechten Maßnahmen den Ertrag auf Dauer zu sichern.

Eigener Baum - 10 Jahre Öl - 100€