Olivensorten

Die autochthone Sorte Oblica ist die weit verbreiteste Olive in Dalmatien. Diese trotzt den heftigen Bura Winden besonders gut, die bis zu 200 km/h im Dezember und Januar erreichen können. Allerdings ist sie ein wenig zickig in machen Jahren, in der sie keinen Ertrag liefern will.

Daher pflanzen wir einen Mix an:

Oblica, Leccino,  Bijelica und Cempressino als spezieller Windfang an den Grenzen der Olivenhaine. Aber auch Coratina, Frantoio, Pendolino, Valentinka und die Griechen Koroneiki und Kalamati.

Durch den Sortenmix entsteht eine prachtvolle Vielfalt. Durch eine besonders frühe Ernte ab Oktober bis November ernten wir in 3 Reifegraden ohne jede Rücksicht auf einen großen Ertrag. Es zählt nur die Qualität. 

Somit entstehen 30 verschiedene Geschmacksrichtungen, jedes Jahr auf's Neue, nicht vergleichbar mit dem Vorjahr. Von herber, pfeffriger, fruchtiger Ernte mit ganz geringer Ausbeute bis zu ausgewogenem Öl, welches bei späterer Ernte die Regel ist. Hinzu kommen Cuvees aus 3 Ernten mit 10 Sorten. 

Absolut unökonomisch, hohe Erntekosten, geringer Ertrag. Großer Lager- und Laboraufwand. Damit unbeschreiblich gute,  sehr persönliche Qualitäten. 

 

 

Weitere kroatische Olivensorten sind: Buza, Crnica, Debela, Drobnica, Lastovka, Levantinka, Rosinjola, Vodnjanska Crnica. Auch andere europäische Sorten finden ihre Anpflanzung. Lesen Sie nachfolgend mehr über die  wichtigen Sorten:

 

1. Olivensorte Oblica

Bei der Oblica handelt sich um die am häufigsten vertretene Olivenbaumsorte in Kroatien. Ihr Olivenbaum ist mittelgroß und hat eine runde Baumkrone. Die Äste sind gerade, die kleinen Zweige lang, vertikal und biegsam. Die Früchte sind groß und ca. 5 Gramm schwer. Zu Beginn der Reife sind sie stark rötlich gefärbt. Die Färbung geht beim Heranreifen in dunklere Schattierungen über. Die Blätter der Oblica sind elliptisch-lanzettenförmig und dunkelgrün. Sie verträgt Dürre, Wind und niedrige Temperaturen. Die Oblica gibt sich mit kargen Böden zufrieden. Auf humusreichen Böden, bringt sie regelmäßige und hohe Erträge. Voraussetzung dafür ist, dass sie gut bestäubt wurde.

 

2. Frucht und Blätter der Oblica

Es sind gute Ölbäume mit großen Früchten. Aus diesem Grund werden sie gerne zu Tafeloliven verarbeitet. Die Oblica ist teilweise selbstbefruchtend und hat einen großen Anteil an aktiven männlichen Blüten. Folgende Sorten eignen sich als Bestäuber und sollten zwischen ihnen angepflanzt werden: „Picholino“, „Leccino“, „Pendolino“, „Ascolana“ und „Tenera“. Die Oblica ist anfällig auf Stammfäule und Olivenfliege jedoch teilweise widerstandsfähig gegen Spilocea oleaginea und Pseudomonas savastanoi. Die Ölqualität ist sehr gut und es kann auf vielfältige Weise verwendet werden. Geruch und Geschmack des Öls ist der von reifen Oliven. Es ist leicht pikant und bitter, mit einem ausgeprägt süßen Aroma.

 

3. Olivensorte Bijelica

Die Sorte Bijelica ist überwiegend in Istrien und der Kvarner Bucht anzutreffen. Ihr Baum ist von mittelstarkem Wuchs und hat eine dichte Baumkrone. Er neigt dazu, in die Höhe zu wachsen. Die Äste sind lang und fest, die fruchtbringenden Zweige gerade oder leicht gebogen. Die sattgrünen Blätter sind spiralförmig gedreht; die Früchte mittelgroß und eiförmig. Beim Heranreifen sind die Früchte hellgrün, manchmal mit einem violetten Schimmer. Sie verträgt niedrige Temperaturen und kalten Nordwind (Bora).

 

4. Frucht und Blätter der Bijelica

Die Sorte Bijelica liefert regelmäßig hohe Ölerträge. Von der Jungpflanze bis zur ersten signifikanten Ernte dauert es jedoch länger als bei anderen Sorten. Sie ist auf Fremdbestäubung angewiesen. Idealerweise durch „Leccino“ und „Frantoio“. Die Bijelica is anfällig auf die Olivenfliege. Ihr Öl ist hervorragend und wird oft prämiert. Man erkennt dieses Öl an seinem stark ausgeprägten pikanten und bitteren Geschmack. Neben diesen wünschenswerten und natürlichen Eigenschaften sind andere Aromen oder ein Nachgeschmack kaum spürbar.

 

5. Olivensorte Leccino

Leccino stammt aus der Toskana und wird in Kroatien seit 1940 angebaut. Ihre Anpassungsfähigkeit macht sie zu einer der am weitesten verbreiteten Sorten der Welt. Der Stamm ist von üppigem Wuchs. Ihre Baumkrone ist ausladend und der Stamm wächst weit in die Höhe. Die fruchtbringenden Zweige sind kurz und hängend. Die Baumkrone hat eine runde Form mit festen und langen Zweigen, weshalb dieser Baum auch als Zierpflanze geschätzt wird. Diese Sorte reift früh heran und verträgt niedrige Temperaturen. Sie eignet sich für den intensiven Anbau sowohl auf kargem als auch auf humusreichem Boden.

 

6. Frucht und Blätter der Leccino

Der Ertrag ist gut und regelmäßig, die Frucht ist fleischig, mittelgroß (2 bis 2,5 Gramm) und länglich rund. Leccino ist auf Fremdbestäubung angewiesen und wird von den Sorten „Pendolino“, „Maurino“ und „Frantoio“ bestäubt. Die Sorte toleriert Pseudomonas savastanoi, Spilocea oleaginea und Olivenmotte. Dagegen reagiert sie auf die Olivenfliege und Coenorhychus cribripennis empfindlich. Erfolgt die Ernte, wenn die Früchte beginnen dunkler zu werden, ergibt sich ein Öl von hervorragender Qualität mit einem ausgeprägt frischen Geruch und der fruchtigen Würze von Oliven. Erfolgt die Ernte, wenn die Früchte bereits dunkel geworden sind oder wenn sie ihre Farbe schon geändert haben, dann ergibt sich ein mildes Öl, süß, abgerundet, ohne stärker ausgeprägtes Aroma. Die Ölerträge sind gering.